Kolymvari g.U.B.

Kolymvari geschützte Ursprungsbezeichnung

Kolymvari geschützte Ursprungsbezeichnung

Olivenöl aus Kolymvari

Im Nordwesten Kretas liegt die Region Kolymvari (alternative Schreibweise: Kolimbari). Wer noch nicht dort war kann kaum glauben, wie viele Millionen Olivenbäume dort stehen und welche unglaublichen Mengen an extra nativen Olivenölen dort produziert werden. 

Olivenbaeume

Geschützte Ursprungsbezeichnung Kolymvari

Kolymvari darf das EU-Gemeinschaftszeichen für Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U. oder g.U.B.) führen (engl.: Protected Designation of Origin – PDO).

Sie besagt, dass die Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung eines Produktes in einem bestimmten geografischen Gebiet nach einem anerkannten und festgelegten Verfahren erfolgen muss. Neben dem Olivenöl aus Kolymvari kennt man dies noch von weiteren Olivenanbaugebieten, aber auch von Feta-Käse, Parma-Schinken oder Champagner.
Die geschützte Ursprungsbezeichnung ist die strengste von drei Stufen. Als Abstufung und daher weniger streng existiert die geschützte geografische Angabe (g.g.A.) sowie die garantiert traditionelle Spezialität (g.t.S.).

Berge_Kolymvaris     Tsounat-Baeume_Kolymvari

Die geschützte Ursprungsbezeichnung hat in der Region Kolymvari zu einer noch stärkeren Nachfrage nach den dort produzierten Olivenölen geführt und viele kleine Produzenten ermuntert, nicht an italienische Großproduzenten zu verkaufen sondern unter eigenem Label selbst zu vermarkten. Dem Verbraucher gibt dieser Umstand ein hohes Maß an Produktsicherheit.

Koroneiki-Oliven_Kolymvari

Olivensorten in Kolymvari

Koroneiki

Am meisten verbreitet ist in Kolymvari genau wie in den anderen Gemeinden Kretas die Öl-Olive Koroneiki. Sie ist klein und würzig und mit einem hohen Ölgehalt prädestiniert für die Olivenölproduktion. Auf Kreta wird sie aber auch gerne zum Verzehr angeboten.

Tsounati-Baeume_im_Hang

Tsounaten

Deutlich seltener als Koroneiki-Oliven findet man die Tsounaten. Tsounati-Olivenbäume sind oftmals uralt und wachsen in höher gelegenem, unwegsamen Gelände. Die Bäume sind, wie man auf den Bildern sieht, meistens sehr groß. Die Ernte erfolgt etwas später (Februar) als die Ernte der Koroneiki-Oliven (November/Dezember). Der Abtransport der Olivensäcke ist äußerst beschwerlich, da er über schmale, unbefestigte und steile Trampelpfade erfolgt. Der Aufwand im Vergleich zu in Reih und Glied gepflanzten, kleinen Olivenbäumen beziffert unser Olivenbauer mindestens auf das Dreifache!

Wie steil die Tsounati-Hänge sind, sieht man auf dem folgenden Bild:

Unwegsames_Gelaende_fuer_Olivenernte

Tsounaten tragen nur alle zwei Jahre Früchte. Dennoch können wir das Tsounato-Olivenöl jedes Jahr frisch anbieten, da 50% der Olivenbäume im Familienbesitz der Daskalakis im einen und 50% im anderen Jahr Früchte tragen. Somit ist eine dauernde Versorgung sichergestellt. Insgesamt beträgt das Kontingent dieser Edelsorte nur mehrere hundert Liter, abgefüllt ausschließlich in 1-Liter Flaschen.